Das Klima entdecken auf Sylt

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Projektträger: Diakonisches Werk Herzogtum Lauenburg

Kurzbeschreibung:
Die offene Kinder- und Jugendarbeit ist aufgrund ihrer Prinzipien der Freiwilligkeit, Selbstbestimmung
und Lebensweltorientierung eine gute Möglichkeit und fachliche Instanz, um junge Menschen
auf ihrem Weg zur Mündigkeit und Entwicklung eigener Positionen zu unterstützen. Hierbei
ist ein außerschulisches Bildungsangebot mit professioneller Begleitung förderlich, in dem die jungen
Menschen nebst der Wissensvermittlung auch Meinungen und Haltungen anderer kennenlernen,
lernen sich eine eigene Meinung zu bilden und respektvoll im Miteinander zu sein.
In Anlehnung an vorangegangene Kooperationsveranstaltungen, zu den Themen Klima und Nachhaltigkeit,
mit dem Jugendbeirat und dem Fachbereich der offenen und interkulturellen Kinder- und
Jugendarbeit des Diakonischen Werkes Herzogtum Lauenburg in Ratzeburg, ist deutlich geworden,
wie wichtig diese Themen für die jungen Menschen sind. Der Wunsch sich mehr Wissen anzueignen
und sich noch intensiver mit Inhalten und alternativen Lösungen auseinanderzusetzen,
ist von den jungen Menschen klar benannt worden. Dabei möchten sie sich aktiv mit ihren Ideen
einbringen, wie z.B. bei der geplanten Entwicklung eines Nachhaltigkeitspreises für die Stadt Ratzeburg,
für Firmen und Institutionen.
Auf dieser Grundlage ist die Idee entstanden, eine mehrtägige Ferienfreizeit mit dem Bildungsschwerpunkt
Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit für junge Menschen anzubieten, die sich aktiv und
intensiv mit den, für die relevanten Themen auseinandersetzen. Teilnehmen können junge Menschen
mit und ohne Vorkenntnisse.

Inhalt/ Konzept:
Die Ferienfahrt wird von einer pädagogischen Fachkraft und zwei erfahrenen Jugendgruppenleitern
begleitet und durchgeführt. Zusätzlich wird eine pädagogische Fachkraft als Fahrtenleitung im
Backoffice die Fahrt begleiten und für Notfälle und Organisatorisches vor Ort zuständig sein.
Aufgrund der Pandemie wird die Ferienfreizeit mit einer Gruppengröße von 15 Personen geplant.
14 TN, inkl. Betreuer und jeweils wechselnd eine Referentin. Die Fahrtenleitung ist vor Ort, wird
aber nicht im direkten Kontakt mit der Gruppe sein.
Sollte die Fahrt auf Grund der Landesverordnungen bzgl. Covid 19 nicht wie geplant im April stattfinden,
kann diese zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden.
Die acht Tage sind neben den klassischen Elementen einer Fahrt, wie Kennenlernen, gemeinsame
Freizeitgestaltung und Abschluss, mit folgenden Elementen wie Informations- und Methodenworkshops
sowie der gemeinsamen Entwicklung von Visionen „Was kann ich, was können wir als
Gruppe leisten“ gestaltet.
Die TeilnehmerInnen werden für Umweltthemen sensibilisiert und erfahren, was jeder Einzelne und
die Gruppe zum Klima- und Umweltschutz beitragen kann. Die Workshops setzen an den Erfahrungen
der Teilnehmenden an, vermitteln durch kleine Einheiten Wissen und ermöglichen den Austausch
der Teilnehmenden untereinander.

Direkt vor Ort haben die TeilnehmerInnen die Möglichkeit als Gruppe die Insel und deren Natur
kennenzulernen und mit fachlicher Begleitung, eine Wattwanderung zu erleben und etwas zum
Thema Dünenschutz zu erfahren. Zudem wird eine Referentin von dem Projekt „Brot für die Welt“
einen Workshop zum Thema Nachhaltigkeit jugendgerecht anbieten. Praktisch wird es in dem
Workshop „ MEHR-WERT – Gib dem Müll eine zweite Chance – Müllvermeidung neu gedacht“.
Dieser wird von Gesine Biller angeboten. Nebst einem fachlichen Input, können die TeilnehmerInnen
aus alten, nicht mehr gebrauchten Gegenständen und Müll, kreative neue Nutzgegenstände
herstellen.
Im Rahmen dieser unterschiedlichen Settings, werden den jungen Menschen soziale Schlüsselqualifikationen
vermittelt, die eine Grundlage für ökologisch sinnvolles Handeln, Verhalten und
Entscheiden ermöglichen.
Dabei sollen nicht nur Interesse und Freude an der Natur geweckt werden, sondern auch die
Grenzen und daraus abzuleitenden Notwendigkeiten menschlicher Eingriffe für die Umwelt
aufgezeigt werden.
Mit diesen Eindrücken und Wissen können die TeilnehmerInnen künftig in unterschiedlicher Weise
als MultiplikatorInnen fungieren und sich für Veränderungen einsetzten und / oder sich z.B. in
Jugendgruppen, in den Schulen oder konkret bei der Projektentwicklung des
Nachhaltigkeitspreises des Jugendbeirates mit einbringen und mitwirken.
Im Rahmen der jeweiligen Angebote und während der Fahrt, haben die Teilnehmerinnen jederzeit die Möglichkeit, sich mit ihren Interessen und Ressourcen und Fähigkeiten einzubringen und ihre Fähigkeiten auszubauen. Durch das gemeinsame Erfahren der Ferienfreizeit und die jeweiligen Aktionen erleben die Teilnehmerinnen ein Zugehörigkeitsgefühl und lernen sich selbstbewusst in eine Gruppe mit
einzubringen. Dieses ist eine wertvolle Erfahrung und Schlüsselqualifikation, die sie auch positiv
fördert.

Zielgruppe des Projektes:
Die Ferienfreizeit richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 12-16 Jahren.

Ziel des Projektes:
Orientiert an der Zielpyramide / Ziel M1.2 werden die jungen Menschen in ihrem Demokratieverständnis
gestärkt und erhalten im Rahmen der Ferienfreizeit die Möglichkeit, sich aktiv mit aktuellen
gesellschaftlichen und politischen Themen wie Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen.
Auch erleben sie sich als aktives Mitglied einer Gruppe und entwickeln neue Ideen und
Visionen für ihre Zukunft.

Laufzeit:
09.04 – 16.04.2021