”Wir sind nicht still!”

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Demonstration & Kundgebung am Reformationstag

Projektträger: Verein Miteinander leben e.V.


Kurzbeschreibung:
Unter dem Motto ”Wir sind nicht still!” soll am diesjährigen Reformationstag, den 31.10.2019, eine Demonstration & Kundgebung am Reformationstag” für Mitmenschlichkeit, Toleranz, Integration Vielfalt und Menschenwürde gegen Rassismus und Populismus in der Ratzeburger Innenstadt durchgeführt werden, belgleitet von einer wachsenden Portrait-Plakataktion.

Inhalt/ Konzept:
Am Reformationstag 2018 versammelten sich in Berkenthin rund 1.000 Menschen, um unter dem Motto „Wir sind nicht still!“ gegen die zunehmend ausgrenzende bis offen rassistische Art und Weise zu demonstrieren, mit der über Migrant*innen in der Öffentlichkeit gesprochen und mit der auch die Vielfalt unserer Gesellschaft in Frage gestellt wird. Der Runde Tisch für Willkommenskultur in Berkenthin und Umgebung setzte zusammen mit der Berkenthiner Kirchengemeinde hier ein eindrucksvolles Zeichen für ein tolerantes Miteinander, das zu einer Fortführung anregte. Im Mai trafen sich daher Vertreter des Berkenthiner Organisationsteams, des Ratzeburger Bündnis und der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen, um zu beraten, ob … wo .. und wie eine solche Fortführung aussehen könnte. Dabei wurde die Idee aufgegriffen, die Kundgebung „Wir sind nicht still“ zukünftig durch den Kreis wandern zu lassen, mit einer ersten Station zum Reformationstag 2019 in Ratzeburg. In diesem Sinne hat sich ein Planungskomitee aus den genannten Organisationen gegründet, zu dem auch der Verein Miteinander leben e.V. angehört. Gemeinsam wurde ein Demonstrations- und Kundgebungsprogramm erarbeitet, das zum einen einen gut sichtbaren Zug durch die Ratzeburger Innenstadt umfasst, wie auch eine deutlich hör- und sichtbare Kundgebung auf dem Marktplatz.

Geplant sind mithin, ein Demonstrationszug startend vom Vorplatz des Ratzeburger Rathauses über die ”Südliche Sammelstraße” und die Langenbrücker Straße auf den Marktplatz. Dort soll eine Kundgebung erfolgen, mit Ansprachen und einem ”Drum Circle”. Ein Drum Circle ist eine Gruppe von Menschen, die gemeinsam auf Trommeln oder Percussioninstrumenten musiziert. Die kreisrunde Anordnung der Plätze sorgt für eine integrative und tolle Atmosphäre. Jeder kann mitmachen und es sind keine Vorerfahrungen notwendig. Überall – auf öffentlichen Plätzen, in Vereinen, in Schulen, in Musikschulen und Gemeindehäusern – als Ausdruck von Weltoffenheit, Lebensfreude, Respekt gegenüber seinen Mitmenschen und mit Freude am gemeinsamen und aktiven Musizieren werden Drum Circles zum einmaligen Erlebnis. So unterschiedlich die Orte und Menschen auch sind, im spontan erzeugten Rhythmus ergänzen sich Energie und Dynamik der Teilnehmer/-innen zu einer wunderbaren Musik, die einfach Spaß macht. Und … ein Drum Circle ist nicht still!.

Die Demonstration & Kundgebung soll zudem von einer Plakataktion begleitet werden. Unter dem Motto „Mut verbindet – Menschenwürde achten“ soll Bürger*innen in Initiativen, Gruppen oder Arbeitskreisen, ob jung, alt, divers, einheimisch, zugewandert, die aus welchen Gründen auch immer nicht in der Kundgebung teilnehmen können, aber auch nicht still sein wollen, aber natürlich auch Teilnehmer*innen der Kundgebung die Möglichkeit gegeben werden, sich mutig auf Plakaten zu zeigen und in einem persönlichen Statement zur „Menschenwürde“ zu bekennen. Angedacht sind gleichgestaltete, niederschwellige Plakatentwürfe bestehend aus einem Porträtbild, vorzugsweiser in einer Einzelperson, aber auch einer Gruppe, versehen mit einem Zitat dass,…
a) …vielleicht beschreibt, warum gerade dieser erste Satz unseres Grundgesetzes so elementar in unserer Gesellschaft und in dieser Zeit ist
b) … vielleicht etwas beschreibt, was die Person/ Gruppe in der letzten Zeit wahrnehmen musste und was überhaupt nicht mit Menschenwürde in Einklang zu bringen ist (z.B. Rassismus, Homophobie, Antisemitismus, Diskriminierung) und aus eigener Sicht so überhaupt nicht geht.
c) … vielleicht auch beschreibt, warum es gerade heute so wichtig ist, mutig zu sein und auch persönlich für die Achtung der Menschenwürde einzutreten und sie immer wieder auch einzufordern.

Nach Möglichkeit soll so auf dem Marktplatz ein „Plakatwald“ aus persönlichen Botschaften während der Kundgebung wachsen und entstehen, zu dem Motto „Mut verbindet – Menschenwürde achten“, das sowohl auf 30 Jahre Mauerfall als auch auf 70 Jahre Grundgesetz Bezug nimmt. Die Plakatkation soll ihren Auftakt bei dieser Kundgebung finden und nach Möglichkeit weiter wachsen und später als Ausstellung an unterschiedlichen Orten im Förder- und Kreisgebiet gezeigt werden.

Zielgruppe des Projektes:
Zielgruppe des Projektes sind politisch interessierte Menschen aller Altersstufen, die ehrenamtlichen, demokratiestützenden Akteure unserer Region sowie die allgemeine Öffentlichkeit.

Ziel des Projektes:
Die geplante Demonstration und Kundgebung ”Wir sind nicht still” möchte auch 2019 ein deutliches Zeichen in der Region setzen, dass sich viele Menschen für Mitmenschlichkeit, Toleranz, Integration Vielfalt und Menschenwürde gegen Rassismus und Populismus einsetzen, engagieren und öffentlich zeigen.

Laufzeit: 01.10.2019 – 31.12.2019