Ausstellungsprojekt ”Oh, eine Dummel”

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Projektträger: Verein Miteinander leben e.V.

Kurzbeschreibung:

Der Verein Miteinander leben e.V. plant zusammen mit dem Ratzburger Bündnis die Wanderausstellung „Oh, eine Dummel! Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire” im kommenden November für drei Wochen in Ratzeburg zu zeigen. Als öffentlicher Ausstellungsort ist das Kreishaus angefragt und auch auch in Aussicht gestellt worden.

Inhalt/ Konzept:

Die Ausstellung, die rund 60 aktuelle Karikaturen namhafter Künstler wie Ralph Ruthe, Klaus Stuttmann und Kostas Koufogioros, sowie satirische Film- und Fernsehbeiträge umfasst, ermöglicht einen besonders jugendgerechten Zugang zu den Themen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit. Anhand der Zeichnungen und Filmbeiträge können sich Ausstellungsbesucherinnen und -besucher mit den typischen, allzu simplen rechtspopulistischen und rechtsextremen Problemlösungsversuchen und Argumentationsweisen auseinandersetzen und so deren gefährlichen Gehalt offenlegen.

Die Wanderausstellung wird kostenfrei zu besuchen sein und eignet sich insbesondere für Schulklassen ab Jahrgangsstufe 9 oder Jugendgruppen – aber auch für Erwachsene. Beide Zielgruppen sollen dezidiert zum Ausstellungsbesuch animiert und eingeladen werden.

Konzipiert und realisiert wurde die Wanderausstellung von der CD-Kaserne gGmbH in Kooperation mit dem Fachdienst Jugendarbeit der Stadt Celle. Die in der Ausstellung gezeigten Karikaturen sind verschiedenen Tages- und Wochenzeitungen, Zeitschriften und Satire-Magazinen entnommen und stammen u.a. von Ralph Ruthe, Klaus Stuttmann, Kostas Koufogioros, Thomas Metzner, Harm Bengen und Heiko Sakurai. Die satirischen Beiträge setzen sich vor allem aus Beiträgen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens (z.B. NDR, Extra3 / ZDF, Die Anstalt etc.) zusammen. Abgerundet wird die Ausstellung durch gegenständliche, „real“-satirische Auseinandersetzungen mit dem Thema Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit. So wird ein Film über den „unfreiwilligen Spendenlauf von Wunsiedel“ sowie „Devotionalien“ des Satire-Labels „Storch Heinar“ gezeigt, das als Antwort auf die unter Rechtsextremen beliebte Mode-Marke „Thor Steinar“ gegründet wurde. Sie wird mit speziell erarbeitetem didaktischem Material begleitet.

Zum Begleitprogramm gehört auch eine eigens dafür entwickelte Ausstellungszeitung, die neben einer Auswahl von Karikaturen auch Zitate unterstützender Künstlerinnen und Künstler wie Culcha Candela, Clueso, Cro, Jella Haase, Milky Chance, die Toten Hosen und Karolin Herfurth sowie Interviews zum Thema Rechtsextremismus enthält. „Auch auf diese Weise bietet die Ausstellung einen etwas anderen Zugang zum Thema Rechtsextremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, als er sonst oft in der politischen Bildung verbreitet ist“, so Projektleiter Thomsen aus Celle.

Der Autor, Musiker, Filmemacher und Cartoonist Ralph Ruthe, der mit seinem „Dummel“-Cartoon der Ausstellung seinen Titel verliehen hat, ist in der Zeitung mit einem Interview vertreten. In rechtsextremen Erscheinungen sieht er eine Gefahr, gegen die er sich als öffentliche Person positionieren müsse: „Hassen ist so einfach. Um zu hassen muss man nichts können. Jede Dummel kann hassen. Hass auf Asylanten, Hass auf Homosexuelle, Hass auf ‚die Ausländer‘. Ich verstehe, wenn manche Leute wütend sind. Das bin ich auch manchmal. Und Wut kann etwas Gutes sein, ein Antrieb für etwas Konstruktives, der Schubs den man braucht, um Dinge zu verändern. Hass allerdings führt niemals zu etwas Gutem. Sei keine Dummel!“

Die Ausstellung soll begleitet werden von einer Eröffnungsveranstaltung. Angedacht ist auch ein Vortrag und ein Fortbildungsangebot zum Themenkomplex.

Informationen zur Ausstellung finden sich unter www.dummel-ausstellung.de .

Zielgruppe des Projektes:

Mit dem Ausstellung möchte der Projektträger Schulklassen, Jugendgruppen aber auch die allgemeine Öffentlichkeit an einem öffentlichen, zenralen Ort zu Themen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Rechtsextremismus ansprechen.

Ziel des Projektes:

 Ziel des Ausstellungsprojektes ist, Menschen unterschiedlichen Alters für Fragen zu Fragen Themen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Rechtsextremismus zu sensibilisieren. Über das gewählte unterhaltsamen Format der Karikatur soll zum neugierigen Hinschauen animiert werden. Die Motive sollen assoziativ zum Nachdenken und zur Diskussion über die dargestellten Themen anregen.

Laufzeit: 01.06.2018 – 31.12.2018