Projektträger: Volkshochschule Ratzeburg und Umland e.V.
Kurzbeschreibung:
Die VHS plant in Kooperation mit dem Projekt ‚LEHAVIN‘ des Vereins Miteinander leben e.V die Durchführung von 4 Workshops unter Verwendung der Ausstellung der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem an den weiterführenden Schulen in Ratzeburg unter dem Titel ”Mut und Widerstand – Rettungsaktionen von Juden während des Holocaust”. Die Ausstellungen wurden über digitale Dateien in hoher Druckauflösung erstellt und dazu Begleitmaterialien entwickelt, die an den weiterführenden Schulen oder auch Jugendeinrichtungen mit begleitenden Workshops in Ratzeburg gezeigt werden können. Zusätzlich ist ein Fachtag für Lehrkräfte geplant, auf dem mit verschiedenen Bildungsexpert*innen über die Herausforderungen der Antisemitismusprävention an Schulen gesprochen werden sollen. Im Fokus steht hier der Umgang mit israelbezogenen Antisemitismus, aber auch die Schwierigkeit, bei Schüler*innen eine Offenheit und einen differenzierten Blick für jüdisches Leben vor Ort zu entwickeln.
Inhalt / Konzept:
Die Volkshochschule Ratzeburg und Umland e.V. möchte junge Menschen zu einem Dialog über den Holocaust, seine universellen Dimensionen und seine Relevanz für unser heutiges Leben
angeregt werden. Nach einem kurzen Einblick in die Thematik des alltäglichen Widerstands, wird die Frage gestellt, welche Formen des Widerstands denkbar sind, wer Widerstand leistete und wie das Regime dem Widerstand entgegenwirkte. Auch sollte die Erkenntnis vermittelt werden, dass jemand, der Widerstand leistete, darum allein noch lange kein ”guter Mensch” sein musste und vorschnelle Urteile vermieden werden sollten.
Die Schüler und Schülerinnen erkunden die Ausstellung ”Mut und Widerstand” und machen sich Gedanken über die Rollen von Personen im jüdischen Widerstand gegen das Dritte Reich, deren Handlungsmöglichkeiten und den besonderen Gefahren, denen sie ausgesetzt waren. Sie erkennen, dass Widerstand gerade und von besonders unterdrückten Gruppen selbst möglich und
wichtig ist und keine reine Hilfe von außen sein muss. Eigenmächtigkeit und Selbstwirksamkeit der Schüler und Schülerinnen können dadurch indirekt gestärkt werden. Die Ausstellung »Mut und Widerstand« der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem wurde im vergangenen Jahr im Rahmen des Projektes ‚LEHAVIN‘ für den schulischen Einsatz angefertigt und mit entsprechendem Lehrmaterial für junge Menschen ausgestattet.
Die Ausstellung erzählt die Geschichte der Juden, die mit beispiellosen Situationen konfrontiert wurden, die ihre humanistischen Prinzipien der Solidarität auf Probe stellten. Während des
Holocausts gab es eine Vielzahl von Fällen gegenseitiger Hilfe, die für das Überleben eines Individuums nichts weniger als unerlässlich war. Sie entschieden sich, zu handeln, um andere
Juden zu retten, obwohl eine sehr reale Lebensgefahr für sie selbst bestand. Diese Retter zeigten enormes Einfallsreichtum und blieben ihrer Mission mit unermüdlicher Hingabe treu. Ein einzigartiger Aspekt dieses Phänomens lag in der Fähigkeit der verfolgten Opfer, die Bedrohung zu erkennen, der sie ausgesetzt waren, und trotz ihres grundlegenden Überlebensinstinkts in sich selbst den moralischen Mut zu finden, sich für die Rettung anderer verfolgter Juden einzusetzen. Diese Rettungsaktionen wurden in vielen Fällen durch der Kooperation mit Nichtjuden ermöglicht und halfen, das Leben vieler Juden während des Holocausts zu retten.
Die Ausstellung wird im Rahmen des Projektes im Ratssaal des Ratzeburger Rathauses aufgebaut und kann in den Nachmittagsstunden, nach den Schulveranstaltungen, auch von der allgemeinen Öffentlichkeit besichtigt werden. Zusätzlich ist ein Fachtag für Lehrkräfte geplant, auf dem mit verschiedenen Bildungsexpert*innen über die Herausforderungen der Antisemitismusprävention an Schulen gesprochen werden sollen. Im Fokus steht hier der Umgang mit israelbezogenen Antisemitismus, aber auch die Schwierigkeit, bei Schüler*innen eine Offenheit und einen differenzierten Blick für jüdisches Leben vor Ort zu entwickeln.
Ziel des Projektes:
Mit dem Projekt sollen junge Menschen zu einem Dialog über den Holocaust, seine universellen Dimensionen und seine Relevanz für unser heutiges Leben angeregt werden. Zusätzlich wird ein Fachtag für Lehrkräfte über die Herausforderungen der Antisemitismusprävention angeboten.
Zielgruppe des Projektes:
Zielgruppe des Projektes sind junge Menschen im Alter zwischen 14 – 17 Jahren sowie Lehrkräfte
Laufzeit: 18.06.2026 – 31.12.2026
