Demokratie inklusiv

2022-05-23
Posted in Projekt
2022-05-23 Mark Sauer

Projektträger: BQG Personalentwicklung gGmbH

Kurzbeschreibung: 

Demokratie lebt von Teilhabe und dem gemeinsamen Gestalten. Folgerichtung muss Demokratie so immer auch barrierefrei und inklusiv gedacht werden. Beeinträchtigungen und Behinderungen dürfen nicht zu Lasten von demokratischer Mitwirkungsmöglichkeiten gehen. Demokratie hat hier eine klare Bringschuld. Sie muss in ihren Prozessen der Information und der Partizipation allen Menschen gleiche Möglichkeiten anbieten, sich einzubringen und die eigenen Interessen zu vertreten. Dies gilt auf jeder politischen Ebene, wie es das ”Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen” der Vereinten Nationen fordert, im besonderen Maße aber gerade kommunaler Ebene, wo vor allem die direkte Lebenswirklichkeit gestaltet wird. Das Projekt ”Demokratie inklusiv” möchte dazu Impulse setzen und der Forderung nach Teilhabe ohne Unterschied und in dezidierter Achtung von persönlichen Fähigkeiten Raum und Öffentlichkeit geben.

Inhalt/ Konzept:

Das Projekt ”Demokratie inklusiv” möchte einen Impuls setzen, um Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen mehr Teilhabe an kommunalen Angeboten und kommunalpolitischen Prozessen zu ermöglichen. Im Mittelpunkt soll dabei die Entwicklung eines Aktionsplans stehen, der beschreibt, wie die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen oder Behinderungen auf kommunaler Ebene konkret und pragmatisch verbessert werden kann.

Dazu sollen in einem ersten Schritt bestehende Konzepte oder ”Best-Practice-Beispiele” in Kommunen ermittelt und Handlungsfelder identifiziert werden, die eine Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen oder Behinderungen an kommunalen Angeboten und kommunalpolitischen Entscheidungen nachweislich und konkret verbessert. Hierzu wird externe Beratung einbezogen oder auch Exkursionen organisiert.

In einem zweiten Schritt werden zu diesen Handlungsfelder moderierte Gesprächsrunden im Rathaus organisiert, um dort zusammen mit betroffenen Menschen vor Ort, Kommunalpolitiker*innen und Verantwortliche in der Verwaltung über ihre Erfahrungen, Lebenswirklichkeiten, Beeinträchtigungen zu diskutieren und gemeinsam konkrete wie pragmatische Lösungsansätze zu formulieren.

Die Ergebnisse dieser Gesprächsrunden sollen als Entwurf eines Aktionsplanes zusammengefasst und den städtischen Gremien zu Beratung vorgelegt werden.

Das Projekt ”Demokratie inklusiv” ist in seiner Konzeption mehrjährig ausgelegt. Es will auch in den Folgejahren Impulsgeber dieses Prozesses bleiben und unterstützend begleiten. Im Fokus sollen dabei immer die Vermittlung pragmatischer Ansätze zur Inklusion stehen, die auch von allen Beteiligten nachhaltig gelebt werden können.

Zielgruppe des Projektes: 

Die Zielgruppe des Projektes umfasst überregionale und regionale Expert*innen von ”Best-Practice-Modellen”, betroffenen Menschen vor Ort, Kommunalpolitiker*innen sowie Verantwortliche in der Verwaltung.

Ziel des Projektes: 

Ziel des Projektes ist die gemeinschaftliche und öffentliche Erarbeitung eines kommunalen Aktionsplanes, um demokratische Teilhabe und Partizipation vor Ort inklusiv auszugestalten und um Menschen mit Einschränkungen und Behinderungen zu motivieren, sich mit ihren Kompetenzen und Anregungen im Sinne pragmatischer Lösungen einzubringen.

 Laufzeit: 01.06.2022 – 31.12.2022

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