„Was uns verbindet“ – Europas Identität liegt in der Vielfalt

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Antragsteller_in: Verein Miteinander leben e.V.

Kurzbeschreibung:
Musikalisches Bildungs- und Begegnungsprojekt zum Thema „Europäische Kulturtradtionen“ für Grundschulen im Rahmen von Schulgesprächskonzerten, wie für Erwachsene im ländlichen Raum im Rahmen einer Dorf-Kultur-Tour.
Inhalt/ Konzept:
Im Kontext des 16. Möllner Folksfestes vom 05. – 07.06.2020 wird der Verein Miteinander leben e.V. erneut Musiker aus den europäischen Partnerregionen Schleswig-Holsteins, aber auch aus weiteren Regionen Europas nach Mölln einladen. Diese europäische Ausrichtung des Festivals hat schon seit vielen Jahren Tradition und ist inzwischen eine der maßgeblichen Bühnen für die europäische Kulturzusammenarbeit im Land. Dem Verein Miteinander leben e.V. ist es dabei wichtig, dass nicht nur das Folksfestpublikum auf diese musikalische Weise von bestehenden europäischen Kulturbeziehungen erfährt und Europa insgesamt als bereichernd und positiv wahrnimmt, sondern dass diese proeuropäische Botschaft vor allem auch Kinder und Jugendliche direkt und persönlich erreichen kann. Vielfach sind bestehende europäischen Freundschaftsbeziehungen und die große kulturelle Vielfalt Europas in dieser Generation noch gänzlich unbekannt. Darüber hinaus ist es ein weiteres Ansinnen des Vereins positive europäische Kulturbegegnungen auch in den ländlichen Raum zu tragen. Erstmalig wird dazu das Konzept einer europäischen Dorf-Kultur-Tour verfolgt, mit abendlichen Gesprächskonzerten im Vorwege des Möllner Folksfestes in Dörfern der Förderregion, in denen diese vielfältigen Kulturtraditionen Europas thematisiert werden sollen. Entsprechend plant der Verein Miteinander leben e.V. für das für Juni 2020 eine europäische Bildungs- und Begegnungsinitiative. Sie richtet sich zum einen gezielt an Grundschulen. Ihnen soll in der Woche vor dem Festival in Aussicht gestellt werden, dass sie kostenfrei Besuch einer europäischen Musikgruppe für ein Schul- und Begegnungskonzert bekommen, wenn sie …

a) bereit sind, sich im Vorwege einmal mit Europa und seinen Partnerregionen zu beschäftigen
b) sowie mit der Region, dem Land und der Kulturtradition aus dem die Musikgruppe stammt.

Ein Aufruf zur Mitwirkung soll an die Grundschulen nach Möglichkeit zu Jahresbeginn 2020 erfolgen. Erwünscht ist dabei ein Fächer-übergreifender Ansatz in punkto Geografie, Kulturaustausch und auch Fremdsprachen wie Englisch. Für die Konzertgestaltung sollen drei maximal dreiköpfige Musikgruppen aus unterschiedlichen europäischen Kulturtraditionen gewonnen werden. Vorzugsweise sollen dies Gruppen aus Skandinavien (Musik aus Schweden oder Finnland), aus Österreich (Musik aus der Steiermark) oder aus Frankreich (Musik aus der Region Pay de la Loire) sein. Denkbar sind aber auch Gruppen aus anderen europäischen Regionen, beispielsweise von der britischen Insel als Kontrapunkt in einem fortschreitenden Entfremdungsprozess angestoßen durch die BREXIT-Abstimmung. Die Konzerte sollen interaktiv gestaltet sein und einen Mitmachcharakter haben. Dazu sollen im Rahmen der Idee einer europäischen Dorf-Kultur-Tour zwei Abendkonzerte in Kultureinrichtungen in Dörfern der Förderregion ausgerichtet werden, jeweils mit einer der anwesenden Gruppen. Auch diese Konzerte sollen dialogisch und informativ gestaltet sein und insbesondere die Bedeutung von traditioneller Musik für die kulturelle Identität und Vielfalt im europäischen Kontext thematisieren. Die Musiker*innen sollen dabei als proeuropäische Botschafter wirken, die zeigen, wieviel mehr Freude es macht eigene Kuturtraditionen zu teilen als sich mit ihnen über andere nationalistisch zu erheben.
Zielgruppe des Projektes:
Das Projekt richtet sich mithin zum einen an Grundschüler, auch aus der Erfahrung heraus, das Schulkonzerte in dieser Schulform besonders offen und begeistert aufgenommen werden und nach Rückmeldungen der Schulleitungen auch sehr langanhaltend wirken. Vorgesehene Anzahl der Teilnehmenden: 400 (100 Grundschüler*innen pro Konzert), davon 200 weiblich und 200männlich. Vorgesehene Anzahl der Lehrkräfte aus der Schule: 16 (4 Lehrkräfte pro teilnehmender Grundschule) Darüber hinaus soll ein heterogenes, musikinteressiertes Publikum in den ländlichen Bereich der Förderregion angesprochen. Der Projektträger kalkuliert dabei mit 50 Besucher pro Konzertabend, für die ein moderates Eintrittsgeld erhoben werden soll.
Ziel des Projektes:
Grundschulen werden eingeladen, sich mit dem Thema „Europa“, mit unterschiedlichen europäischen Kulturtraditionen sowie Schleswig-Holsteins Partnerregionen inhaltlich zu befassen, sie für sich zu präsentieren und abschließend im Rahmen eines musikalischen Besuchs an ihrer Schule persönlich kennenzulernen. Darüber hinaus soll diese europäische Musik auch positive Botschaft im Rahmen einer Dorf-Kultur-Tour sein, die in Dörfern der Förderregion mit abendlichen Gesprächskonzerten Station macht und Europa vor die Haustür der Menschen bringt.
Laufzeit: 01.05.2020 – 31.12.2020